Speicherpreise

Steigende Speicherpreise und SSD-Knappheit

SSD-Preise kannten lange nur eine Richtung: abwärts. Seit Ende vergangenen Jahres hat sich der Trend jedoch umgekehrt. Beispielsweise kostete Samsungs Server-SSD PM863a Mitte Dezember noch knapp 250 Euro, aktuell sind mindestens 320 Euro fällig – wenn sie denn überhaupt lieferbar ist.

Grund für die steigenden Preise ist die Umstellung der Flash-Fertigung: Praktisch alle Hersteller rüsten von 2D-Flash auf 3D-Flash um, um höhere Kapazitäten günstiger zu produzieren. Zum Start der Produktion aber haben die Fertigungslinien noch nicht den gewünschten Output, es kommt häufig zu fehlerhaften Wafern. Der weiter steigende Flash-Bedarf der Smartphone-Hersteller verschärft die Knappheit.

Große SSD-Hersteller haben meist langfristige Lieferverträge mit den Flash-Produzenten und sind von den Schwankungen weniger betroffen. Kleinere Unternehmen aber müssen sich am Spotmarkt mit Flash-Speicher versorgen; hier gelten tagesaktuelle Preise. Laut DRAMeXchange sind die Preise hier im ersten Quartal um rund 15 Prozent gestiegen. Eine Entspannung sehen die Marktforscher derzeit nicht. Einige SSD-Hersteller bauen zudem lieber margenträchtige kleine SSDs, statt den knappen Speicher in eher schwer verkäufliche Modelle zu stecken. So kann es bei einigen SSD-Modellen zu kurzfristigen Lieferschwierigkeiten kommen. Dazu zählt etwa die erwähnte Server-SSD PM863a von Samsung.